Die Generation Ü – Menschen ab 60 Jahren – wächst rasant und wird bis 2050 rund 40 % der Bevölkerung ausmachen. Gleichzeitig steigen mit zunehmendem Alter die Prävalenz chronischer Erkrankungen und die damit verbundenen Gesundheitsausgaben erheblich. Für die gesetzliche Krankenversicherung wird die Förderung eines gesunden Älterwerdens damit zu einer zentralen Zukunftsaufgabe.
Doch wer ist die Generation Ü wirklich? Welche gesundheitlichen Ressourcen, Bedürfnisse und Aktivierungspotenziale sind vorhanden? Der Vortrag stellt aktuelle Erkenntnisse einer wissenschaftlichen Studie der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) in Kooperation mit dem Netzwerk Generation Ü und der IKK Südwest vor. Die Ergebnisse zeigen, wie sich die Zielgruppe differenziert beschreiben und gezielt ansprechen lässt und welches Potenzial Bewegungsförderung besitzt, um Gesundheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität zu stärken. Zugleich werden die Erkenntnisse aus Sicht der gesetzlichen Krankenkasse eingeordnet und es wird verdeutlicht, wie entsprechende Ansätze langfristig die Versorgung und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitssystem positiv beeinflussen und damit zu einer zukunftsfähigen GKV beitragen können.